
Im März wurden bösartige Dateien in mehreren Indie-Spielen entdeckt, die über die Plattform Steam vertrieben wurden, was eine bundesstaatliche Untersuchung in den Vereinigten Staaten auslöste. Das Federal Bureau of Investigation begann Berichte von Spielern zu sammeln, nachdem Sicherheitsforscher mehrere Titel auf Steam mit Malware in Verbindung gebracht hatten, die die Computer der Nutzer infizieren könnte. Zu den betroffenen Spielen gehören BlockBlasters, Chemia, Dashverse, Lunara und PirateFi.

Malware in Steam-Spieldateien entdeckt
Spieler und Sicherheitsanalysten berichteten, dass mehrere kleine Indie-Spiele auf Steam versteckte Dateien enthielten, die Malware installierten. Die Spiele starteten und liefen wie normale Titel, führten jedoch nach der Installation zusätzliche Software im Hintergrund aus.

Forscher fanden heraus, dass der bösartige Code sich direkt in den Spieldateien befand. Er war nicht auf einen separaten Installer angewiesen. Sobald er aktiv war, lud die Malware zusätzliche Software herunter und ermöglichte unbefugten Zugriff auf ein infiziertes System.
FBI fordert Spieler auf, ihre Bibliotheken zu überprüfen
Berichte über die infizierten Spiele verbreiteten sich online, und US-Behörden begannen mit der Untersuchung des Falls. Das Federal Bureau of Investigation forderte Spieler, die verdächtige Steam-Titel heruntergeladen hatten, auf, ihre Computer zu überprüfen und mögliche Infektionen zu melden.
Das Internet Crime Complaint Center des FBI bat ebenfalls betroffene Nutzer, Berichte einzureichen. Ermittler sammeln technische Daten von infizierten Systemen, um zu verstehen, wie die Malware funktionierte und wie sich die Dateien über die Plattform verbreiteten.

Valve entfernt die verdächtigen Spiele
Valve entfernte die gemeldeten Titel von Steam, nachdem das Problem öffentlich wurde. Das Unternehmen warnte die Spieler auch, ihre Bibliotheken zu überprüfen und die betroffenen Spiele zu löschen, falls sie diese zuvor installiert hatten. Die Ermittler haben die Personen, die die infizierten Titel auf die Plattform hochgeladen haben, noch nicht identifiziert. Auch wurde nicht bestätigt, wie viele Nutzer die kompromittierten Spiele heruntergeladen haben.
Steam bleibt die größte digitale Vertriebsplattform für PC-Spiele. Der Dienst beherbergt Tausende von Indie-Titeln neben großen Veröffentlichungen. Malware-Fälle auf Steam sind selten, aber frühere Vorfälle zeigen, dass schädliche Dateien in von Nutzern eingereichten Inhalten auftauchen können, bevor Moderatoren sie entfernen.
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